Dienstag, 10. Mai 2011

Pakistan, Saudi-Arabien und O. Bin Laden


Pakistan, Saudi-Arabien und O. Bin Laden

Für die USA schlug am 1. Mai 2011 die Stunde der Vergeltung. Mit Bin Ladens Tötung rächten sie die Schmach des 11. September, und für viele amerikanischen Bürger war damit der Gerechtigkeit Genüge getan. Die USA scheinen wieder «da» zu sein!
Endlich scheint sie vorbei zu sein die «Zeit des Niederganges». Auch in Europa wittern die «Atlantisten» Morgenluft; die USA zeigen wieder ihre Allmacht vor der sich scheinbar kein «Schurken» schützen kann. Weggefegt, zumindest für einige Tage, scheint die desaströse Stimmung in Folge der Systemkrise welche die USA und der Westen durchmachen.
Trotz all der Euphorie sollte aber nicht vergessen werden, dass die Operation «Geronimo» keines der Probleme gelöst hat.


Samstag, 30. April 2011

Saudi-Arabien: Frauen proben den Aufstand

Riyad – Am 24. April versuchte eine Gruppe Frauen sich für die im September stattfindenden Wahlen in die Wählerliste eintragen zu lassen….

Die Gruppe ist auch auf Facebook aktiv:

http://www.facebook.com/home.php?sk=group_203164233036094

Donnerstag, 28. April 2011

Geopolitische Verschiebungen


Geopolitische Verschiebungen

Wir erleben eine gewaltige Verschiebung der weltweiten geopolitischen Realitäten.
Das grosse Buch der Weltgeschichte ist eben nicht zu Ende geschrieben, ein neues Kapitel ist eröffnet worden, und noch weiss niemand was darin stehen wird.
Geschrieben sind erst die ersten Sätze.
Die hegemoniale Macht der USA verschwindet zusehend.
Staaten, welche noch vor wenige Monate fest im geopolitischen System der USA eingebettet schienen, scheren aus dieser Ordnung aus.

Montag, 25. April 2011

Das kurze Gedächtnis....

Das kurze Gedächtnis....

Senator John McCain, ehemaliger Kandidat der Republikanischen Rechten bei den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA, forderte während seinem Besuch im umkämpften Libyen, die US-Regierung auf, die Übergangsregierung des libyschen Nationalrats als „die legitime“ Regierung von Libyen anzuerkennen.

Was für eine Wende! …Vor 20 Monaten, ganz genau am 14. August 2009, war Senator John McCain ebenfalls in Libyen zu Besuch. Damals traf er Muhamar al Gaddafi in Tripolis und lobte ihn für „seine Rolle als Friedensstifter in Afrika.„

Im August 2009 führte Senator John McCain eine Delegation von noch weiteren drei Senatoren an, die libysche Delegation bestand damals aus Muhamar al Gaddafi, seinem Sohn Moutassim, und drei weiteren hohe Beamten. Im April 2009 hatte Gaddafis Sohn Moutassim (damals im Amt als Berater für nationale Sicherheit) in Washington US-Aussenministerin Hillary Clinton noch getroffen.

Libyen wurde damals noch als „wichtiger Verbündeter im Krieg gegen den Terrorismus“ gesehen und libysche Militärs auch in den US- Militärakademien ausgebildet.

Samstag, 23. April 2011

Banken gerettet, Geld gewaschen….wo ist das Problem


Banken gerettet, Geld gewaschen….wo ist das Problem

378 Milliarden - ja, Milliarden Dollar (entspricht etwa einem Drittel vom mexikanischen PIB) von einem amerikanischen Bankeninstitut zugunsten der mexikanischen Drogenkartelle gewaschen:  Der britische Observer hat einen gigantischen Hasen (passt zu Ostern) aufgescheut, welcher bisher von den Medien absolut ignoriert wurde.
Die ganze Geschichte ist so atemberaubend, dass auch der von John Le Carre dazu geschriebenen Roman es kaum noch übertreffen kann…

How a big US bank laundered billions from Mexico's murderous drug gangs 
 21/04/2011
As the violence spread, billions of dollars of cartel cash began to seep into the global financial system. But a special investigation by the Observer reveals how the increasingly frantic warnings of one London whistleblower were ignored...

Pendant la crise, une banque US sauvée par l'argent de la drogue  
21/04/2011
378 milliards –oui, milliards– de dollars blanchis par une des principales banques américaines, au bénéfice des cartels de la drogue mexicains : une enquête de The Observer vient de lever un gigantesque lièvre, ignoré jusqu'ici des médias français ou américains. L'histoire est encore plus ahurissante quand on constate qu'elle sert de toile de fond au dernier roman de John Le Carré...

Freitag, 22. April 2011

Quotes - Max Frisch

"Ich war sehr niedergeschlagen, dass der Mensch, wenn er in der Masse ist, so bedingungslos im Tierischen aufgehen kann."

Max Frisch, in einem Brief an seinen Bruder, ein Tag nach Hitlers Rede am 26. September 1938 im Berliner Sportpalast


Donnerstag, 21. April 2011

Quotes - Thomas Hobbes

"The riches, power, and honour of a monarch arise only from the riches, strength, and reputation of his subjects. For no king can be rich, nor glorious, nor secure, whose subjects are either poor or contemptible."
THOMAS HOBBES, "LEVIATHAN"

Es ist Iran,…du Dummkopf!....Ja!..aber ist das so sicher?


Es ist Iran,…du Dummkopf!....Ja!..aber ist das so sicher?

Keinen Kuchen ohne schöne Dekoration….aber wo finden wir jetzt diese „Kirschen“?

Die finden wir bei McClatchy Newspapers welche am 17. April ein Paar interessante Dokumente präsentierte. Dokumente welche uns die extremen Schwierigkeiten zeigen für die USA (privilegierte Verbündete der Saudis) an verlässliche Informationen über Iran zu kommen.

Es ist Iran,…du Dummkopf!

Es ist Iran,…du Dummkopf!

Saudi-Arabien, und im Gefolge sämtliche Emirate am Golf, scheinen gegenüber Iran eine wachsende Wut und Besessenheit, an den Tag zu legen.
Mit schon fast paranoidem Eifer wird Iran für das, in der Arabische Welt, revolutionäre Begehren nach mehr Rechte und Freiheit verantwortlich gemacht. Vor allem die Lage in Bahrain wird mehr und mehr zum Konfrontationspunkt zwischen Saudi-Arabien und Iran.

Am 16. April 2011 publizierte das Wall Street Journal eine längere Analyse über den neuen Kalten Krieg zwischen (Saudi-)Arabien und Iran. Eine direkte militärische Konfrontation wird in Betracht gezogen. Die Analyse sieht Parallele zwischen dem "Prager Frühling" von 1968 und den "arabischen Frühling" von 2011.

Dienstag, 19. April 2011

Aus der KuK Zeit, aber sehr aktuell

Es gibt einen schlauen Satz aus der guten alten Zeit der Habsburger: 

"Es ist eine Katastrophe, aber sonst nichts Ernstes."

Systemzusammenbruchs und historische Wende

Systemzusammenbruchs und historische Wende

Noch im September 2010 ging die überwiegende Mehrzahl der Experten davon aus, dass das Ausmass des US-Haushaltsdefizits lediglich Gegenstand von Theoriediskussionen bleiben werde; und dass es abwegig wäre zu glauben, dass die USA gezwungen sein könnten, ein Sparprogramm aufzulegen.
Die FED konnte ja unbegrenzt Dollars drucken, in Umlauf bringen und damit das System am Laufen halten.

Sonntag, 17. April 2011

Ökonomen proben den Aufstand

Ökonomen proben den Aufstand

Gemäss The Guardian vom 13 April 2011 haben tausend Ökonomen einen Brief unterzeichnet in welchem sie die Finanzminister der G-20 Staaten auffordern eine „Robin-Hood-Steuer auf Finanztransaktionen einzuführen.
Unter Ihnen, Jeffrey Sachs von der Columbia University, Dani Rodrik, Harvard und Ha-Joon Chang von Cambridge
Die Ökonomen weisen darauf hin, dass eine Steuer auf Finanztransaktionen von nur 0,05% Hunderte von Milliarden Dollar Einnahmen bedeuten würden.

In a letter addressed to policymakers from the G20 countries, the economists urge them to impose a "Robin Hood tax", which would emulate the English folk hero by robbing from the rich to give to the poor. Signatories include Jeffrey Sachs, director of the Earth Institute at Columbia University who is an influential adviser to Ban Ki-moon, secretary general of the United Nations; Dani Rodrik, from Harvard, and Ha-Joon Chang, from Cambridge. Nobel prize winners Joseph Stiglitz and Paul Krugman have also backed the letter.
They argue that if a tax were levied on transactions such as currency trading at just 0.05%, it could raise hundreds of billions of dollars to be ploughed into international development and climate change projects. Some of the proceeds could also be retained by governments in the countries where the transactions take place, including the UK, helping to repair the hole in governments' coffers.
The Guardian 2011/04/13