Mittwoch, 3. März 2010

Eins zu Null für den Neoliberalismus

Die Neoliberale haben die erste Schlacht gewonnen...zumindest sieht es danach aus.

Aber der Kampf geht weiter.


Einer der Paradoxe der aktuellen Krise ist, dass obwohl die Neoliberale Globalisierung ihre hässlichste Seite gezeigt hat (diese negative Auswüchse werden sogar in den sonst eher zurückhaltende Medien breit aufgegriffen), sie als scheinbare Siegerin aus dem Kampf gegen die Politik und die Gesellschaft insgesamt zu gehen scheint. Zumindest in dieser Runde.


Als wäre nichts geschehen wird die Neoliberale Agenda unbeirrt weiter getrieben.

Die Finanzinsdustrie wandert weiter auf den Pfade welche die Krise erst möglich machten.

Grosse Worte einiger Politiker scheinen längst verpufft zu sein, das Volk schaut zu und reibt sich die Augen.

Und in der Tat, wenn man die Nachrichten (nicht nur der Finanzteil) der letzten Wochen durchgeht, scheint ja alles bestens zu sein. Die Gewinne sprudeln. Die fruchtbaren Geister der Finanzjongleuren erfinden neue Finanzkonstrukte und Derivaten. Neue Wege werden ausgelotet um der „staatlichen Kontrolle“ zu entgehen.

Immer noch (oder schon wieder) werden Gehälter und Prämien in astronomischer Grösse ausbezahlt.

Perfekt!....zumindest für die Finanzindustrie!

Das System wurde gerettet, geändert hat sich nichts!

Schlimmer noch, einige der Finanzinstitute die schon vor der Krise eine bedrohliche Grösse hatten sind noch grösser und noch gefährlicher geworden.


Die Herolde des Neoliberalismus verbreiten in den Massenmedien weiterhin die gleiche Mantra.
In der französische Finanzzeitung les Echos war vor ein Paar Tage ein interessantes Editorial zu lesen (oder zu geniessen), darin schoss der Journalist Dominique Seux einen Pfeil gegen die Angestellten der EDF (ca. 60'000 Angestellten) welche eine Gehaltserhöhung von 4.4% durchsetzen konnten. Es ist zwar nicht gerade ein Skandal, aber es könnte ja Begehrlichkeiten wecken in anderen Branchen. Allerdings, (als Zückerchen) hat Herr Seux, an der 45% Gehaltserhöhung des Herrn Proglio, der oberste Boss der EDF, nichts auszusetzen.


Die Finanzindustrie, welche mit Milliarden an staatlichen Geldern (die Zeche zahlt der Steuerzahler) gerettet wurde gebärdet sich ähnlich wie der Skorpion, welcher auf dem Rücken des Frosches einen Fluss überqueren wollte und ihm auf halben Weg den tödlichen Stich setzte. Als Entschuldigung meinte der Skorpion dann schlicht, es wäre halt in seiner Natur.

Getrieben von der Gier wenden sich die Märkte gegen diejenigen die sie aus dem Sumpf gezogen haben und plündern weiter.


Midgard.

./.

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