Dienstag, 9. September 2008

Neue Allianzen im Kaukasus

Was tut sich zurzeit im Kaukasus?

Was ist mit der Türkei, ein NATO-Land, los?
Ist die vom Westen erwünschte Isolation Russlands eine Chimäre?

Wie allgemein bekannt, hat, am 19 August, die Türkei das Eingreifen der Russen in Georgien / Südossetien verurteilt.
Aber wer erinnert sich an den Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan in Moskau am 12 und 13 August in Moskau während in Georgien die Kämpfe noch tobten?

Welchen Zweck hatte diesen Besuch und was bedeutet er für die Amerikanistische Sicht auf die Welt?

Wurde da nur über die georgische Krise gesprochen?

Fragen wirft auch der besuch des türkischen Präsidenten Abdullah Gül in Armenien auf.
Hat er diesen Besuch gemacht nur um bei einem Fussballspiel dabei zu sein?......Wohl kaum!

Inzwischen stellt sich heraus, dass da mehr, viel mehr, in der „Pipeline“ liegt!

Um sich das zu vergegenwärtigen muss man zu erst Einmal die Geografie der Region betrachten. Man muss sich auch eingestehen, dass was in Georgien geschieht nicht nur das Verhältnis zwischen Russland und den „Westen“ betrifft sondern vielmehr noch die Regionale Verhältnisse.

festzustellen ist,
dass alle Länder der Region einer oder mehreren potentielle „Unabhängigkeitsbestrebungen“ gegenüberstehen. Das betrifft die Türkei, Russland, Georgien, Armenien, Iran und den Irak.(die Kurden lassen Grüssen)
dass was in einem der Länder geschieht unweigerlich Auswirkungen hat auf die anderen.
dass die Energierohstoffe der ganzen Region Begehrlichkeiten wecken bei den grossen Industriestaaten.

Wenn man sich darüber mal klar ist, kann man schliessen, dass da etwas im Gange ist, dass in manchen Kanzleien im Westen sicher nicht mit Freude aufgenommen wird.

Zurzeit häufen sich die Treffen auf höchster ebenen, zwischen Staats und Regierungsführern.
Die meisten Politiker der Region stellen fest, dass die Anlehnung an die USA die Situation nicht verbessert, sondern eher noch verschlimmert.

Damit wird die vom Westen, (eigentlich die USA, da sich Europa von dieser Linie schon längst abgewendet hat) gewünschte Isolation Russlands tatsächlich zur Chimäre.
Diese „Isolation“ die ja im Westen für so viele Debatten gesorgt hat ist ja eine Lachnummer für sich. Die „Isolation“ fügt sich wunderbar in die virtuelle amerikanistische Weltsicht ein, hat aber mit der Wirklichkeit nichts zu tun.
Man muss feststellen, dass die georgische Krise und vor allem die russische Intervention in Georgien nicht zur Isolation Russlands geführt haben sondern eher zu einer in Fragestellung der existierenden Tatsachen, nämlich die Einmischung und das Besttreben der USA die Region zu kontrollieren.

Wenn also schon NATO-Staaten ihr eigenen Kurs fahren, ist man berechtigt die Frage zu stellen „wie weit geht die Macht der USA noch“?

Ein Bündnis (und das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen – ein Bündnis, dass den Einfluss der USA schwächt – so der tenor) zwischen den Staaten der Region könnte die allgemeine Lage stabilisieren und wen man es ausdehnt auf die SCO bzw, die OTSC könnte sogar ein Central Eurasisches Bündnis entstehen, dass als Gegengewicht der NATO dienen könnte.

gespannt warten wir auf den nächsten Zug

EGR

Quellen:

http://fr.rian.ru/analysis/20080908/116622089.html

http://www.dedefensa.org/article-une_nouvelle_alliance_dans_le_caucase_avec_principalement_la_turquie_et_la_russie_09_09_2008.html